August 2018_Fabelhafte Welt in der Obwaldner Zeitung

Wir freuen uns über die Aufmerksamkeit in Obwalden zur Fabelhaften Welt!!

...es gilt bitte zu beachten, dass sich die Fabelhafte Welt nicht als 'Hilfswerk' versteht, wie sie im Artikel bezeichnet wird... Ansonsten finden wir den Artikel aber sehr schön und treffend für unsere Ziele und Arbeit geschrieben! Herzlichen Dank an Philipp Unterschütz der Obwaldner Zeitung!

 

August 2018_Togobag und Lipstar auf Vormarsch

Seit dieser Woche, dem 20. August kann man den Togobag und den Lipstar im Claroladen in Sachseln erwerben. Dazu hat uns Romy Ineichen vom Team des Claroladens ganz massgebend unterstützt und wir danken ihr an dieser Stelle ganz herzlich für dieses Engagement für unsere Fabelhafte Welt!!

Die beiden Produkte befinden sich in einer starken Entwicklungsphase und es ist wichtig, dass diese in Läden und anderen Plattformen Absatzwege finden, damit wir weiter daran arbeiten und diese stetig verbessern können.

An dieser Stelle also einen speziellen Dank an alle diese Plattformen, die uns in dieser Beginnerphase unterstützen:

Mehr Infos und Verkaufsstellen:  Togobag / Lipstar

August 2018_Die Flohmarktsaison ist im vollen Gange

Seit den Beginnen der Fabelhaften Welt sind wir auf den Flohmärkten unterwegs um altes, gebrauchtes und ungebrauchtes an neue Besitzer zu vermitteln. Auch dieses Jahr wieder sind wir auf fünf Flohmärkten anzutreffen. Dank eines stets wachsenden Wirkungskreises und Mitwirkenden können wir unser Standangebot immer wieder neu bestücken.

Auch Maja und Peter sind dieses Jahr wieder zweimal an unserem Lieblingsflohmarkt an der Reuss in Luzern dabei. Stets fliessen Teile ihres Standgewinns der Fabelhaften Welt zu. Dafür und für die vielen gemeinsamen und frohen Samstage möchten wir mal wieder danken!!

Zwei Flohmärkte in Luzern sind schon vorbei und dieses Jahr sind wir noch dreimal anzutreffen:

  • 1. September, Aarau am Färberplatz
  • 7. Oktober, Mellingen im Aargau
  • 10. Oktober, Luzern an der Reuss

Natürlich freuen wir uns stets über neue Altes, das wir an die Märkte mitnehmen können!! Ware mitgeben

September 2017_ PROJEKT STIPENDIUM

Die Stipendiate, welche SADA durch die Zusammenarbeit mit der Fabelhaften Welt in Lomé vergibt, haben sich herumgesprochen. Es sind viele Anfragen, die SADA seitens der Schulen und Direktoren zukommen sowie von Schülern- und Schülerinnen direkt, die das Lycée oder das Studium weiterführen möchten und dies aufgrund finanzieller Engpässe nicht tun können. Dieses Jahr sind erstmals auch zwei Universitätsstudent*innen dabei.

Seit dem Schuljahr 2017/18 wird eine Beteiligung von maximal 30% des Schulgeldes seitens des verbleibenden Elternteils gefragt. Diese Richtlinie kann nicht überall eingehalten werden und das Projekt verlangt nach einer sensiblen Begleitung, welche die besonderen Härtefälle identifizieren und eine Sonderbehandlung ausarbeiten kann.

Durch jene Beteiligung jedoch, können dann mit derselben Geldsumme seitens der Fabelhaften Welt mehr Schüler- und Schülerinnen unterstützt werden. Im Schuljahr 2017/18 sind es nun insgesamt 62 Togolesen und Togolesinnen, die von den Stipendiaten profitieren können. Das ist fast eine Verdopplung der letztjährigen Anzahl, mit einer zusätzlichen Erhöhung der Stipendiensumme von chf 500.00. Zusätzlich können 20 Schüler- und Schülerinnen Geburtsscheine ermöglicht werden. Dies ist ein weit verbreitetes Problem in Togo. Oft wird zum Zeitpunkt der Geburt auf die Erstellung von Geburtsscheinen verzichtet, die zu diesem Zeitpunkt nur sehr niedere Kosten bedeuten würden. Fehlt dieses Dokument aber zum Zeitpunkt des Schulabschlusses so kann dieser nicht  erlangt werden. 

August 2017_SOLIDARITÄTSTAG BEZIRKSSCHULE MELLINGEN: Vier Klassen der Bezirksschule arbeiten einen Tag für die Schüler und Schülerinnen in Togo!

Ein wunderbares Projekt der Bezirksschule Mellingen: Jedes Jahr tauchen die Schüler und Schülerinnen von insgesamt vier Klassen für einen Tag in die Arbeitswelt ab und absolvieren einen Schnuppertag in der Firma eines / einer Verwandten, helfen der Oma oder dem Opa im Garten oder suchen sich einen ganz unabhängigen Betrieb um einen Tag mitzuhelfen. Der kleinere oder grössere Lohn, welchen sie für diesen Arbeitstag bekommen wird in einem Topf gesammelt. Und dieser Topf wird jährlich zwischen einer lokal tätigen und einer international tätigen Organisation aufgeteilt. Die Fabelhafte Welt und das Projekt ‚un an pour Togo’ hatten dieses Jahr das Glück die international tätige Organisation vertreten zu dürfen und von den fleissigen Schülern und Schülerinnen unterstützt zu werden!

Der schwindelerregende Betrag von chf 5'300.00 welcher der Fabelhaften Welt zukam wird in das Projekt ‚Stipendium’ investiert und ermöglicht den Schulbesuch von 62 Schülern und Schülerinnen während zwei Schuljahren! Dies war ein besonders schönes Projekt für die Fabelhafte Welt, denn es drückt Solidarität aus: Transnationale und Transethische Solidariät unserer globalisierten Erdkugel, die sich doch unter dem Himmel solch dramatisch unterschiedlicher Bedingungen abspielt.

Ein grosses und fabelhaftes Dankeschön an die Schüler- und Schülerinnen der Bezirksschule Mellingen und ein ebenso herzliches Dankeschön an die Projektleiterin, Vera Jori, die uns auf einem Flohmarkt aufgestöbert und am Solidaritätstag mitberücksichtigt hat!!

Juli 2017_EVOLUTION: Die Fabelhafte Welt wird zum Verein!

An dem Datum an welchem andere Hochzeiten feiern, hat die Fabelhafte Welt ihre strukturelle Gründung beschlossen. Sie wurde am 7.7.2017 zum offiziellen Verein. Die feierliche Gründung fand unter der Mauer Richard Wagners früherer Residenz in Luzern statt. Die abendliche Sonne legte ihre letzten Strahlen auf die Erde und einige feine Schafwölkchen zierten den blauen Himmel – eine wirklich fabelhafte Stimmung!!

So besprachen wir unter Sonnenschirm und mit einem kühlen Glas Wasser das Gründungsprotokoll und unterschrieben um 21h feierlich die Statuten, bevor dieses mit Sprudel begossen wurde. Gründungsmitglieder bestehen es deren fünf:

 

Laura M. Julia Stoffel         Präsidentin, Projektaufgleisung- und Betreuung

Anton Schenker                 Kassier und Buchhaltung

Sara Meier                     Aktuarin

Brigitte Stoffel Schenker      Flohmarkt

Christoph Rohrer               LipStar und Beratung

 

Seid wir also ein Verein sind, kannst du auch Mitglied werden!

Mai 2017_CANTINE SCOLAIRE: Annette nimmt das Projekt unter die Lupe

Im März und April 2017 ist Annette nach Togo gereist um mit SADA und den Dorfbewohnern des Dorfes Bagbé Kpedzi einen Plan zur Übergabe der ‚Cantine Scolaire’ zu erarbeiten. Durch die sehr direkte und offene Art von Annette war es ihr möglich mit dem Komitee des Dorfes ein Konzept zur schrittweisen Übergabe zu erstellen und klar zu kommunizieren, dass das finanzielle Engagement der Fabelhaften Welt auf einer Aufbauarbeit basiert. Der Aufenthalt war für Annette nicht nur eine einfache Zeit, da auch SADA durch den Aufenthalt mehrerer Volontäre sehr beschäftigt war und Abmachungen mit dem Dorfkomitee nicht immer eingehalten wurden. Dies neben der Hitze und des ausbleibenden Regens, welche diese Jahreszeit begleiten.

Nichts desto Trotz  konnte Annette zum Abschluss ihres Aufenthaltes ein Konzept der Übergabe der Cantine Scolaire ausarbeiten. Es sieht eine schrittweise Übernahme der Kantine durch die lokale Bevölkerung vor. Ein Ergebnis des Konzeptes ist es auch, dass die Kosten auf einen Drittel reduziert werden müssen, damit diese Übernahme möglich ist. Die heutigen Aufwände übersteigen die lokalen Möglichkeiten. Eine andere Erkenntnis ist, dass das Dorfkomitee mehr Mitglieder aus den jüngeren Gremien beinhalten sollte, denn ihre Kinder betrifft das Projekt schlussendlich. In Anbetracht der Ältestenräte, welche die Strukturen der dörflichen Gemeinschaft oft prägen, wird diese eigentlich zentrale Funktionsweise der Partizipation schwierig umzusetzen sein.

Seit dem Schuljahr 2017/18 wird das Konzept von Annette nun durch SADA verfolgt. Welche Auswirkungen dies auf die Ausführung des Projektes hat, wird auf Ende des Schuljahres durch SADA reflektiert. Im Zentrum steht nun eine Lösungsentwicklung, damit das Projekt auch ohne die finanzielle Unterstützung der fabelhaften Welt weitergeführt werden kann. Denn die Auswirkungen, die das Projekt und die regelmässige Nahrungsaufnahme der Schüler- und Schülerinnen auf deren Leistung haben werden als extrem positiv wahrgenommen. Seitens der lokalen Dorfbewohner, wie auch seitens von SADA.

Herzlichen Dank also an Annette, die sich diesem nicht ganz einfachen Projekt und der Situation angenommen hat, die Interessen der Fabelhaften Welt im lokalen Kontext vertreten, vorangebracht und mit einem sehr offenen und ehrlichen Feedback zurückgekommen ist! Die kritische Reflexion ist der Grundstein einer Zusammenarbeit und der Verwirklichung transethischer Projekte. Sie ist wichtig für die Fabelhafte Welt und ihre Zukunft, sich am globalen Lernprozess zu beteiligen.

Februar 2017_TOGOBAGS: Patrick entwickelt den Togobag in seiner Bachelorarbeit

Patrick war Student der Hochschule für Wirtschaft und Tourismus 'HES.SO Wallis' und hat seine Bachelorarbeit der Weiterentwicklung des Togobags der Fabelhaften Welt gewidmet. Im Februar 2017 war er für 2 Wochen vor Ort im Nähatelier von SADA und hat gemeinsam mit den Näherinnen das neue Design entwickelt, die Stoffe ausgesucht und für die Fabelhafte Welt eine Kalkulation der anfallenden Kosten erstellt. Zurück in der Schweiz hat Patrick sich mit Verkaufsstrategien der Togobags auseinandergesetzt und das Bärner Brocki als ersten Laden auserkoren, der unsere neuen Togobags ausstellt.

Patrick hat sich mit den Kundenbedürfnissen und Ansprüchen in der Schweiz beschäftigt und einen realistischen Preis für den neuen Togobag vorgeschlagen. Mit diesem Preis ist es uns möglich, die Hälfte des Gewinns gänzlich an SADA zurückzugeben. Dies ermöglicht der lokalen Organisation mehr Flexibilität in ihrer Arbeit durch die Unterstützung der Struktur selber. So setzt SADA den Gewinn ein, um einerseits in das Nähatelier zu investieren und andererseits Löhne zu bezahlen, damit ihre Projekte mit zusätzlichen Mitarbeitern betreut werden können. Dem Projekt ‚Stipendium’ der Fabelhaften Welt kommt dies direkt zugute. So kann ein Praktikant beschäftigt werden, welcher die Schüler und Schülerinnen des Projekts begleitet und jene intensiver unterstützt werden können, die knappe Schulergebnisse erreichen und Gefahr laufen, aus dem Programm herauszufallen.

Mittlerweile haben sich die Togobags nochmals einen Schritt weiter entwickelt. Auf der Basis von Patrick’s Prototyp ist nun jedes Stück ein Unikat. Emefa, die Maestra des Nähateliers sucht die Stoffe mit geschultem Auge aus und die Lehrlinge und Mitarbeitenden des Ateliers verarbeiten diese mit immer wachsender Achtsamkeit zu den individuellen Togobags. Sie sind zur Zeit noch im Bärner Brocki und neu auch im Paettern Kiosk des Neubads in Luzern erhältlich. Weitere Standorte sind sehr erwünscht und in Abklärung.  

Herzlichen Dank an Patrick für diese wunderbare Arbeit und den Energieschub, welcher der Togobag durch diese Arbeit erfahren hat!!

Oktober 2016_Ende der Flohmarktsaison

Mit dem Flohmarkt an der Rheuss in Luzern geht die Flohmarktsaison für die Fabelhafte Welt zu Ende. An 6 Flohmärkten fanden Dinge die nicht mehr in Gebrauch sind neue, glückliche Besitzer. Und der Tauschwert geht an das Projekt un:an:pour:togo.

Einen herzlichen Dank an dieser Stelle an all die lieben Menschen, die uns so grosszügoig ihre Dinge vermachten!

Am 1. Oktober waren wir übrigens grad in doppelter Besetzung - Maja und Peter verkauften gleich vor Ort ihre nun ungebrauchten Dinge - bei diesem Engagement springen die Herzchen in der fabelhaften Welt!!

August 2016_projekt stipendium

Im Projekt Stipendium haben von 38 Unterstützten Schülern, davon 21 in der Stadt Lomé und 17 in verschiedenen näheren oder weiter entfernten Dörfern die Chance gehabt trotz fehlender Mittel die Grundschule besuchen zu können. Davon haben 7 SchülerInnen die Prüfungen nicht bestanden, 2 haben ihren Wohnort verlassen und 1 Schüler ist schwer erkrankt und konnte die Prüfung nicht ablegen. Die restlichen 28 unterstützten Kinder aber können ins nächste Schuljahr übertreten und weiterhin im Rahmen des Projektes ihre Schulausbildung weiterverfolgen. Die fabelhafte Welt freut sich darüber und auf ein weiteres spannendes Jahr mit den Kindern und Jugendlichen!

August 2016_ende des ersten schuljahres - ein erfolg von 98.33%

Das erste offizielle Schuljahr von Bagbé-Kpedzi endet mit einem unerwartet grossen Erfolg. 98.33% der Schüler bestehen die staatlich abgelegte Prüfung zum Übertritt ins folgende Schuljahr. Dies ist für togoische Verhältnisse eine extrem hohe Quote. Schulen in der näheren Umgebung haben eine Erfolgsrate von 30 - 55%. An dieser hohen Erfolgsrate hat die Installation der Schulkantine und den dadurch geregelten Schulalltag ein grosser Beitrag geleistet. Auch die Unterstützung der Volontäre von SADA, die den Schulkindern Nachhilfeunterricht zeigen ihren Verdienst im Resultat. Im Frühjahr konnte zudem ein Solarpanel finanziert und auf dem Dach des Volontärhauses installiert werden. Es spendet den Schülern auch nach Sonnenuntergang um 18h Licht, um die Hausaufgaben für den folgenden Schultag erledigen zu können.

Juni 2016_der kantinenbauernhof

Im Frühjahr installierten die Dorfbewohner von Bagbé-Kpedzi ein Tiergehege zum Support der Kantine. Neben zwei Schweinen die von SADA besorgt wurden gehören 9 Hühner und 1 Hahn vom Fonds der Dorfbewohner zum kleinen Bauernhof. Die fabelhafte Welt beteiligte sich an der Aktion mit dem Zukauf zweier Ziegen. Die Haltung und Nutzung der Tiere werden den Betrieb der Kantine in der Zukunft unterstützen. Sei es mit der Verwertung der Tierprodukte oder dem Verkauf von Jungtieren zur Beschaffung von finanziellen Mitteln zum Zukauf von Rohmaterialien für den Kochtopf.

Juni 2016_die flohmarkt-saison hat begonnen

Dieses Wochenende - bei Regen, Wind und Sonnenschein hat die Flohmi Saison gestartet mit einer kleinen und feinen Ausgabe in Lenzburg. Bis jetzt sind folgende Termine in Sicht an denen der fabelhafte Stand besucht werden kann:

2. Juli, Aarau in der Markthalle//    3.Juli, Buchs Migros //   1. Oktober Luzern an der Reuss

Februar 2016_die fabelhafte welt vor ort in togo

18 Monate nach dem Start der ersten Projekte kann die getane Arbeit vor Ort besucht werden. Im Vordergrund steht die Kantine und der Besuch aller vierzig Schüler des Projekts "Stipendium“. Bei der Gelegenheit besuchen wir auch weitere Projekte von SADA wie die Alphabetisationsschule, der Kindergarten in Bagbé und eine erst kürzlich installierte Bibliothek. Weiter dürfen wir auf Besuch zu zwei Partnerorganisationen des "Togo Projekt" aus Brunnen, CH. Ein Spital und eine Organisation, die sich mit Solarlampen beschäftigt. Es war eine intensive Zeit mit vielen Diskussionen um die Arbeit, Perspektiven, Ziele, Möglichkeiten, Erfolge und Hürden.

Empfang in der "Cantine Scolaire" in Bagbé Kpedzi 

Wir wurden von Bagbé Kpedzi durch ein offizielles Fest empfangen. Es ist die Form, mit welcher die Bewohner des Dorfes ihre Dankbarkeit ausdrücken. Es wurde viel getanzt, Reden gehalten und ein Schülertheater wurde gezeigt. Eine Demonstration der Dringlichkeit des Unterhalts der Schule für dieses Dorf. Abgeschlossen wurde das Fest mit der Zubereitung des Mittagessens in der Cantine. 

in zweiter Besuch des Dorfes fand im kleineren Rahmen statt. Eine Sitzung zwischen dem Dorfkomitee, SADA und der fabelhaften Welt. Ein Komitee kümmert sich seit Beginn um die Integration der Schule und der Kantine in das Dorf und hat sich seit Beginn des Projektes in Organisationsgruppen eingeteilt. Dadurch hat es eine breite Abstützung und weitreichende Mitarbeit der weiteren Dorfbewohner erreicht. Das nächste Etappenziel ist die Bewirtschaftung eines Feldes zum Anbau von Nutzpflanzen für den Mittagsservice. Eine ganz wichtige Komponente für den vielseitigen Gemüseanbau fehlt jedoch noch: Wasser. Das Dorf verfügt über keinen Wasserzugang. Während den Trockenmonaten Dezember bis März tragen die Frauen das Wasser über eine Distanz von 3 km. Das funktioniert leider nicht für eine permanente Agrikultur.  SADA ist auf der Suche nach einem geeigneten Partner, der Mittel und Erfahrung mit Wasserbohrungen hat.

Schulbesuch

Es war eine schöne und wichtige Erfahrung jedes Kind persönlich kennenzulernen. Wir besuchten alle Schulen, hatten Gelegenheit mit der Schulleitung und den Lehrern zu sprechen und uns über den Verlauf des Schuljahres und den Einsatz des Schülers zu unterhalten. Das Gespräch mit dem Schüler selbst war dabei sicherlich der wertvollste Austausch. Einige waren ganz schüchtern, andere gesprächig und ausdrucksgewandt – alle jedoch dankbar, die Schule besuchen zu können und am sozialen Leben der Gemeinschaft teilzunehmen.

Schüler, die sich aufgrund der Prüfungsleistungen im Provisorium befinden galt es Mut zuzusprechen. Die meisten waren Kinder der ländlichen Umgebung. Zweierlei haben wir als Problemquellen identifiziert: Die Kinder verfügen über keine Lichtquelle um nach Dunkelheitseinbruch um 18h noch lernen zu können und werden in der schulfreien Zeit in der Feld- und Hausarbeit eingespannt.  


November 2015_schweine für die kantine und ein besuch der UNICEF Togo

Im November 2015 war allerhand los in Bagbé Kpedzi.

Zum nachhaltigen Aufbau der Kantine richtet SADA ein Schweinestall ein. Neben der Bereitstellung von Fleisch für die Kinder soll der Verkauf der Schweine den Zukauf von Grundnahrungsmitteln finanziell unterstützen. Wir freuen uns auf viele kleine (Glücks-) Schweinchen. 

Ein spontaner Besuch der UNICEF sorgt für Freude bei SADA und im Dorf. Die Vertreter der UNICEF Togo begleiteten den Schulalltag während eines Morgens um die Organisation und den Ablauf des Mittagessens zu besichtigen. Ihr Feedback war durchaus positiv und sie gratulierten SADA für die gute Arbeit im Aufbau der Schule im Dorf sowie der Initiative der Kantine. Für die Arbeit von SADA in Togo ist der Besuch sehr wertvoll und Keim für zukünftige Zusammenarbeiten und Aufträge vom Nationalfonds.


 

Oktober 2015_die schule geht los: stipendium 2015/16

Insgesamt 29 Waisenkinder konnten im Schuljahr 2014/15 vom Projekt „Stipendium“ profitieren. Als Waisenkind gilt man in Togo, sobald ein oder beide Elternteile fehlen. Meistens bleibt die alleinerziehende Mutter übrig, die nicht in der Lage ist, zusätzlich zu den Lebenserhaltungskosten noch Mittel zur Finanzierung der Bildung zu erwirtschaften. 

Zur Situation der aktuellen Stipendiaten für das Jahr 2015/16: 26 der unterstützten Schüler wohnen in der Stadt Lomé. Dort mangelt es an öffentlichen Schulen – viele von ihnen sind auf den Besuch einer Privatschule angewiesen. Die Wege zu den öffentlichen Schulen sind grösstenteils so lang, dass es nicht möglich ist, sie in einer zumutbaren Zeit zu erlaufen. Das Projekt „Stipendium“ hat also für ausgewählte Schüler die Bezahlung des Schulgeldes an die Privatschulen übernommen. 13 weitere Kinder der ländlichen Zonen werden mit Schulmaterialien, Schultenu und Schuhen beim Schulbesuch unterstützt und motiviert. 

Im vergangenen Jahr wurden die Schüler von zwei Studenten der Soziologie begleitet. Sie haben ein Praktikum bei SADA absolviert im Rahmen ihres Studiums an der Universität in Lomé um die Arbeit in einer NGO kennenzulernen. Sie arbeiteten schwerpunktmässig mit den Schülern, die knappe Ergebnisse erzielten. Mit Erfolg: Die Quote der erfolgreichen Klassenabschlüsse lag in diesem Jahr bei 75% - all diese Schüler können weiterhin vom Projekt profitieren. Wenn alles läuft wie geplant, werden die Studenten das Projekt auch weiterhin betreuen.

Von den Schulinstituten und den Lehrern, die ebenfalls wichtige Kräfte zur Förderung der Kinder darstellen, wird das Projekt sehr geschätzt und unterstützt. Auch das ist eine gute Bestätigung und echter Anlass zur Freude.

Oktober 2015_cantine scolaire

Am 6. Mai wurde das erste Mal gekocht in der Cantine in Kpedzi.  Auch wenn der Zement wie berichtet ein wenig auf sich warten liess: Kurz nach der Fertigstellung des Gebäudes, starteten wir die zwei monatige Probezeit für das Projekt bis zum Ende des Schuljahres. Jetzt erhalten rund 70 Schüler jeden Tag zur Mittagszeit eine warme Mahlzeit. Diese soll grundsätzlich aus einer ausgewogenen Zusammenstellung von Stärke, Vitaminen und Proteinen bestehen. Beim Gebrauch des Gemüses muss allerdings noch gespart werden, denn Gemüse in Togo ist teuer und der Ackeranbau der Dorfbewohner ergibt bis anhin nur den herkömmlichen Mais, Weizen und Bohnen. Das weitere Getreide, wie Teigwaren, Couscous, Reis sowie ab und an Fleisch und sogenannte „petite poissons“ werden vom Markt dazugekauft.

Gekocht wird durch eine Equipe von 3 Frauen, unterstützt durch das Mütterkomitee des Dorfes. Sie alle haben zu Beginn durch SADA eine Hygieneschulung bekommen zur Zubereitung der Mahlzeiten.

Das „Comité de Gestion“ -  das Durchführungskomitee - im Dorf unterstützt die Cantine in der Organisation der Warenlagerung und Herausgabe der Nahrungsmittel an das Kochteam, bestimmt Nachschubmengen und organisiert den Ablauf der Cantine.

 

Bereits kurz nach Abschluss der kurzen Probezeit des Projektes lassen sich einige kurzfristige Folgen feststellen: eine erhöhte Regelmässigkeit im Schulbesuch der Kinder und die erhöhte Konzentrationsfähigkeit der Schüler in den Nachmittagskursen. Den Müttern bleibt durch die Tagesbetreuung ihrer Kinder mehr Zeit zur Verfügung um Haushalts-, Feld- und Handwerksarbeiten nachzugehen. Die Cantine hat sich also bewährt und alles wartet auf eine Forsetzung im kommenden Schuljahr!

Zum Abschluss des Schuljahres fanden die traditionellen Feierlichkeiten statt. Beim Festessen aus der neuen Cantine wurden die besten Leistungen des Schuljahres gerühmt und dann viel getanzt....

Im Oktober beginnt das Schuljahr 2015/16 und damit das erste reguläre Einsatzjahr der Cantine.


Mai 2015_konstruktion der cantine scolaire

Im Januar hat es begonnen mit Furchen im Boden. Erde wurde herausgetragen, Erde in kleine Quadern gepresst, Erde zum Fundament gelegt. Die Männer gruben, die Frauen brachten das Wasser. Dann kam der Zement, die Untermauerung. Dann ein Unterbruch. Kein Zement mehr in Togo. Erst ein paar Tage, dann zog es sich hin zu Wochen.

Kein Zement. Nur in Ghana konnten die Pakete gekauft werden, oder auf dem lokalen Schwarzmarkt, zu einem Drittel höher im Preis. Lokaler Schwarzmarkt? Für Zement? Niemand wusste was los ist, weder die Händler noch die recherchierenden Journalisten. Togo ohne Zement - und das wo doch der Zementfabrikant "Togo CIM" eine der wenigen funktionierenden Industrien des Landes ist. Nicht etwa waren die Maschinen kaputt, nein. Der Zementfabrik bekommt von den Händlern im Nachbarland Ghana schlicht und einfach den höheren Preis für seine Pakete bezahlt. So also Export obwohl die Nachfrage im Land besteht. Angebot einschränken, Preis erhöhen.

Dann ging es also weiter. Nun wurde gemauert und verputzt. Ein Dach aus Blech, Fenster und Türe aus Holz. Eine rote Terrasse, eine gelbe Mauer und ein blaue Räume. Ja - wenn schon aussen alles vom Sand in beige eingefärbt wird, haltet man in Togo farbenfroh entgegen.

Noch im Mai geht es los und es wird gekocht für 68 Kinder des Kindergartens und der Schule von SADA in Kpedzi. Das Dorf Kpedzi stellt den Mais, Maniokwurzel und Bohnen zur Verfügung. Reis, Couscous, Teigwaren und ab und an Fleisch und Fisch werden zugekauft um die Kinder in ihrer Wachstumsphase mit den wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Drei Frauen aus dem Dorf tragen die Verantwortung für die Küche und haben eine Ausbildung über Hygiene und über die Zubereitung der Nahrungsmittel erhalten. Gekocht wird übrigens unter anderem auf dem "foyer améliorer" - einer energiesparenden Kochstelle. Die Feuerstelle mit einem Ring aus Lehm funktioniert als eine Art Brennkammer. Mit dieser Art wird im Vergleich zu der traditionellen Kochweise der Brennholzbedarf auf einen Drittel reduziert.