Februar 2016_die fabelhafte welt vor ort in togo

18 Monate nach dem Start der ersten Projekte kann die getane Arbeit vor Ort besucht werden. Im Vordergrund steht die Kantine und der Besuch aller vierzig Schüler des Projekts "Stipendium“. Bei der Gelegenheit besuchen wir auch weitere Projekte von SADA wie die Alphabetisationsschule, der Kindergarten in Bagbé und eine erst kürzlich installierte Bibliothek. Weiter dürfen wir auf Besuch zu zwei Partnerorganisationen des "Togo Projekt" aus Brunnen, CH. Ein Spital und eine Organisation, die sich mit Solarlampen beschäftigt. Es war eine intensive Zeit mit vielen Diskussionen um die Arbeit, Perspektiven, Ziele, Möglichkeiten, Erfolge und Hürden.

Empfang in der "Cantine Scolaire" in Bagbé Kpedzi 

Wir wurden von Bagbé Kpedzi durch ein offizielles Fest empfangen. Es ist die Form, mit welcher die Bewohner des Dorfes ihre Dankbarkeit ausdrücken. Es wurde viel getanzt, Reden gehalten und ein Schülertheater wurde gezeigt. Eine Demonstration der Dringlichkeit des Unterhalts der Schule für dieses Dorf. Abgeschlossen wurde das Fest mit der Zubereitung des Mittagessens in der Cantine. 

in zweiter Besuch des Dorfes fand im kleineren Rahmen statt. Eine Sitzung zwischen dem Dorfkomitee, SADA und der fabelhaften Welt. Ein Komitee kümmert sich seit Beginn um die Integration der Schule und der Kantine in das Dorf und hat sich seit Beginn des Projektes in Organisationsgruppen eingeteilt. Dadurch hat es eine breite Abstützung und weitreichende Mitarbeit der weiteren Dorfbewohner erreicht. Das nächste Etappenziel ist die Bewirtschaftung eines Feldes zum Anbau von Nutzpflanzen für den Mittagsservice. Eine ganz wichtige Komponente für den vielseitigen Gemüseanbau fehlt jedoch noch: Wasser. Das Dorf verfügt über keinen Wasserzugang. Während den Trockenmonaten Dezember bis März tragen die Frauen das Wasser über eine Distanz von 3 km. Das funktioniert leider nicht für eine permanente Agrikultur.  SADA ist auf der Suche nach einem geeigneten Partner, der Mittel und Erfahrung mit Wasserbohrungen hat.

Schulbesuch

Es war eine schöne und wichtige Erfahrung jedes Kind persönlich kennenzulernen. Wir besuchten alle Schulen, hatten Gelegenheit mit der Schulleitung und den Lehrern zu sprechen und uns über den Verlauf des Schuljahres und den Einsatz des Schülers zu unterhalten. Das Gespräch mit dem Schüler selbst war dabei sicherlich der wertvollste Austausch. Einige waren ganz schüchtern, andere gesprächig und ausdrucksgewandt – alle jedoch dankbar, die Schule besuchen zu können und am sozialen Leben der Gemeinschaft teilzunehmen.

Schüler, die sich aufgrund der Prüfungsleistungen im Provisorium befinden galt es Mut zuzusprechen. Die meisten waren Kinder der ländlichen Umgebung. Zweierlei haben wir als Problemquellen identifiziert: Die Kinder verfügen über keine Lichtquelle um nach Dunkelheitseinbruch um 18h noch lernen zu können und werden in der schulfreien Zeit in der Feld- und Hausarbeit eingespannt.